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  • Kaufberatung Handschuhe

    Hier findest du den richtigen Handschuh für deine Tour.

Handschuhe oder Fäustlinge sollten auf keiner Tour fehlen. Kalte Hände sind nicht nur unangenehm – sie werden auch schnell steif und unbeweglich. Kannst du den Reißverschluss nicht mehr öffnen oder den Karabiner nicht mehr einhängen, wird eine harmlose Situation schnell zum Problem.

Wir helfen dir in unserem Ratgeber, die passenden Handschuhe oder Fäustlinge zu finden – und zeigen dir, worauf es bei Konstruktion, Materialien und Details wirklich ankommt.

Zur besseren Übersicht findest du unsere Favoriten in folgende Aktivitäten unterteilt:

  • Wandern & Bergsteigen
  • Alpinklettern
  • Skitouren
  • Eisklettern
  • Hochtouren
  • Expeditionen

Wandern & Bergsteigen

Für die meisten Bergtouren reicht ein leichtes Modell, das du im Rucksack dabei hast. Es sollte bequem, atmungsaktiv und immer griffbereit sein, wenn der Wind auffrischt oder die Temperatur fällt.

In der kalten oder nassen Jahreszeit lohnt es sich, zusätzlich noch ein wasserdichtes oder leicht isoliertes Modell mitzunehmen. Wenn du schnell frierst, pack lieber immer ein zweites Paar ein. Verstärkungen aus Leder brauchst du eigentlich nur, wenn du regelmäßig im Fels unterwegs bist.

Alpinklettern

Alpinklettern verlangt dir und deiner Ausrüstung viel ab. Du bewegst dich zwischen einem anstrengenden Zustieg, kalten Graten und anspruchsvollem, technischen Gelände. Dafür brauchst du ein durchdachtes System: Ideal ist die Kombination: Nimm ein dünnes, atmungsaktives Modell. Dann brauchst du noch robuste, isolierte Handschuhe für kältere Passagen. Und ein warmes Paar als Backup für Standplätze oder unerwartete Situationen.

Im alpinen Gelände kann sich das Wetter innerhalb von Minuten verändern. Strapazierfähigkeit, Wetterschutz und Verlässlichkeit sind hier entscheidend.

Skitouren

Auf Skitour wird dir im Aufstieg schnell warm, dafür sind dünne, atmungsaktive Handschuhe ideal. Fleece Handschuhe eignen sich bei wärmeren Temperaturen, Softshell Handschuhe bei etwas kälteren oder windigen Bedingungen.

Für die Abfahrt, oder wenn des Wetter umschlägt, brauchst du ein wärmeres, wetterfestes Paar. Bei sehr tiefen Temperaturen oder langen, ausgesetzten Überschreitungen spenden Fäustlinge maximale Wärme und Komfort.

Eisklettern

Beim Eisklettern wechseln sich intensive, anstrengende Kletterpassagen mit langen, kalten Standzeiten ab. Für den Zustieg reichen oft leichte Handschuhe oder Softshell-Modelle. Im Eisfall brauchst du jedoch warme, präzise Handschuhe mit gutem Grip.

Nimm immer Ersatzhandschuhe mit. Handschuhe werden nass, fallen herunter oder frieren durch. Für Standplätze oder bei Sturm sind gut isolierte Fäustlinge Gold wert.

Hochtouren

Auf Hochtour trägst du deine Handschuhe über viele Stunden – manchmal über mehrere Tage. Sie müssen mit wechselnden Bedingungen klarkommen: sonnige Gletscher, eisige Grate oder ein plötzlicher Wetterumschwung.

Bewährt hat sich eine Kombination aus leichten Handschuhen für gleichmäßige Bewegung, wärmeren isolierten Modellen für exponierte Passagen und Fäustlingen für extreme Bedingungen.

Achte auf Passform, Komfort und Langlebigkeit. Deine Handschuhe sollen dich nicht nur warmhalten – sie müssen auch ein verlässlicher Teil deiner Ausrüstung sein.

Expeditionen

Auf Expeditionen gibt es keinen Raum für Kompromisse. Du bist über lange Zeit extremen Temperaturen, starkem Wind und unberechenbarem Wetter ausgesetzt – oft fernab jeder Zivilisation.

Robuste Materialien, hochwertige Isolation und absolut zuverlässiger Wetterschutz sind Pflicht. Ebenso wichtig ist Ersatz: Nasse oder verlorene Handschuhe können auf Expeditionen zum echten Risiko werden. Nimm lieber ein Paar mehr. In extremer Kälte ist maximale Wärme kein Luxus – sie ist überlebenswichtig.

Worauf solltest du bei der Auswahl achten:

  • Handschuhe oder Fäustlinge?

    Der größte Unterschied ist das Griffgefühl. Mit Fingerhandschuhen kannst du deutlich besser greifen und Karabiner oder Sicherungsgeräte bedienen. Fäustlinge sind dafür deutlich wärmer und oft die bequemere Wahl.

  • Wie warm müssen Handschuhe sein?

    Wärmer ist nicht unbedingt immer besser. Entscheidend ist, wo du unterwegs bist und wie intensiv du dich bewegst. Ziel ist es, deine Hände komfortabel warm zu halten – ohne zu überhitzen.

    Mit zu warmen Handschuhen schwitzt man schnell. Feuchte Handschuhe isolieren schlechter und kühlen daher schneller aus. Deshalb ist es sinnvoll, ein dünnes und ein dickes Paar mitzunehmen.

    Grundsätzlich gilt: Dickere Handschuhe wärmen mehr, Fäustlinge insbesondere. Bei hoher Aktivität reichen oft leichte Modelle – selbst bei Kälte. Wenn du langsam unterwegs bist, zu kalten Händen neigst oder extreme Temperaturen herrschen, wähle ein wärmeres Paar.

  • Wann brauche ich wasserdichte Handschuhe?

    Auch wasserdichte Handschuhe können nass werden, wenn Feuchtigkeit über die Stulpe eindringt oder du sie mit nassen Händen anziehst.

    Wasserdichte Modelle halten Nässe von außen ab und unterstützen die Wärmeleistung, sind aber oft weniger atmungsaktiv und trocknen langsamer. Modelle ohne Membran können schneller feucht werden, trocknen jedoch meistens besser.

    Wenn deine Hände nass werden, kühlen sie allerdings schnell aus – das solltest du bei deiner Entscheidung berücksichtigen.

  • Worauf sollte ich sonst noch achten?

    Achte auf robuste Außenmaterialien, die Felskontakt und Wetter aushalten. Das Innenfutter und die Isolation beeinflussen Wärme, Grip, Beweglichkeit und Trocknungszeit. Fleece ist dünner und griffiger, während synthetische Isolation oder Daune maximale Wärme liefern.

    Lederverstärkungen erhöhen die Haltbarkeit und den Grip deutlich. Die Stulpe spielt ebenfalls eine Rolle: kurze, enganliegende Bündchen sind leichter und kompakter. Lange Stulpen lassen sich einfacher über die Jacke ziehen und halten Schnee zuverlässig ab.

    Auch kleine Details machen einen Unterschied – weiche Nasenwischer, Befestigungsschlaufen für Karabiner oder durchdachte Verschlüsse erhöhen den Komfort und die Funktionalität.

  • Was ist ein Handschuhsystem?

    Ein Handschuhsystem bedeutet, dass du mehrere Paare dabeihast und sie je nach Situation wechselst. Kein einzelnes Modell deckt alle Anforderungen ab.

    Du startest vielleicht mit dünnen Handschuhen im Zustieg. Wird es kälter, wechselst du zu isolierten Modellen. Werden diese nass, ziehst du ein trockenes Paar an. Für eine technische Passage wählst du ein präziseres Modell, am Gipfel vielleicht Fäustlinge für maximale Wärme.

    Viele Bergsportler nutzen mehrere Paare an einem einzigen Tag.

    Die wichtigste Regel: Wechsle, bevor deine Hände auskühlen – und nimm mehr mit, als du glaubst zu brauchen.

    Daunen-Nachverfolgung

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